Seite wählen

Wir waren in Neuseeland mit dem Campervan unterwegs und sind einfach nur begeistert. Dieses Land hat so viel zu bieten und da ist sicherlich für jeden etwas dabei.

Neuseeland besteht aus der Nord- und der Südinsel, aber auch einigen kleinen Inseln. Mit dem Campervan bietet es sich an die beiden Hauptinseln zu bereisen. Natürlich ist der Flug bis ans andere Ende der Welt relativ lang, aber das lohnt sich auf jeden Fall. Ihr habt die Möglichkeit euch einen Van zu mieten, oder auch zu kaufen und später wieder zu verkaufen. Wenn ihr den richtigen Zeitpunkt abpasst, sollte das kein Problem sein. Es gibt nämlich so viele Camper, die sich in Neuseeland auf Reisen begeben. Auch wir haben einen alten Van gekauft, der uns gute Dienste leistete. Doch da wir ihn erst im Herbst auf der Südinsel verkaufen wollten, war es nicht ganz so einfach. Die meisten Leute kommen nämlich auf der Nordinsel an und besorgen sich dort ein Fahrzeug. Trotzdem möchten wir euch empfehlen eure Reise auch auf der Nordinsel zu starten, da die Südinsel für den zweiten Teil der Reise noch mehr zu bieten hat. Wir landeten in Auckland und begannen dort unser Abenteuer. Es ist fast unmöglich alle Eindrücke und Erfahrungen in nur einen Blogartikel zu packen, weshalb wir euch hier nur ein paar Tipps für das Camperleben geben und einige sehenswerte Highlights.

Neuseeland hat ganz viele verschiedene Landschaften zu bieten mit tausenden Wasserfällen, mit Vulkanen, Gebirgen, Höhlen und natürlich der Küste. Es bietet sich also an sehr viel zu wandern, so wie wir. Ihr könnt aber auch Fahrradfahren, Wassersport machen, Skifahren gehen oder auf was ihr sonst noch Lust habt. Um einen Überblick zu bekommen und Anhaltspunkte für eure Route zu haben, empfehlen wir euch die App „CamperMate“. Für uns war sie auf der Reise sehr wertvoll. Man hat detaillierte Karten, die man sich auch herunterladen kann, um sie offline zu nutzen. Alles, was man braucht, kann man in dieser App finden. Es werden beispielsweise Tankstelle, Supermärkte, Krankenhäuser, Waschmöglichkeiten, Trinkwasserstellen und vieles mehr angezeigt. Das wichtigste sind natürlich Stell- und Campingplätze. In bestimmten Gebieten ist es erlaubt überall mit dem Campervan zu stehen. Da das aber nicht auf der ganzen Insel der Fall ist, solltet ihr euch gut informieren und die App nutzen, um passende Plätze zu finden. Wir haben versucht so wenig Geld wie möglich für gute Stellplätze auszugeben. Das ist auch gar nicht so schwer, denn es gibt einige kostenlose Plätze, die meist auch sehr schön gelegen sind. Manchmal standen wir direkt am Meer und konnten beim Aufwachen die Aussicht genießen. Auch Trinkwasserstationen und Ähnliches könnt ihr in der App sehen. Und nicht nur das, sondern auch Ausflugsziele, Sehenswürdigkeiten, Wanderwege und vieles mehr zeigt euch die App. Dazu gibt es oftmals Fotos, Bewertungen und Kommentare von anderen Campern. Ihr selbst könnt die App natürlich mitgestalten und weitere Einträge posten, um anderen eure Tipps mitzuteilen. Für uns war das Ganze sehr hilfreich. Dazu nutzten wir noch einen Reiseführer, in dem wir ein paar weitere Infos zu den Spots lesen konnten.

Kommen wir nun kurz zu einigen sehr coolen Spots, an denen ihr gewesen sein müsst. Auf der Nordinsel könnt ihr euch natürlich direkt Auckland anschauen, aber die Stadt ist nicht so großartig besonders, wie wir finden. Umso spektakulärer ist es, an die nördlichste Spitze der Nordinsel zu fahren, an die man kommt. Das ist das Cape Reinga. Wir hatten eine unglaubliche Sicht auf die Weiten der Ozeane. Tasmansee und Pazifik treffen hier aufeinander und das kann man sogar erkennen. Außerdem gibt es die Giant Sand Dunes auf der Nordinsel, auf denen man Sandboarding machen kann. Auch interessant ist die Stadt Rotorua, in der sich unter dem gleichnamigen See ein Vulkan befindet. Die ganze Umgebung ist also Vulkangebiet und man kann deshalb Schlamm- und Schwefelflächen sehen. Es roch teilweise schon sehr unangenehm, aber war toll anzusehen. Wenn ihr gerne eine ausgiebige Wanderung machen wollt, empfehlen wir euch das Tongariro Alpine Crossing. Hier überquert man in 6 bis 8 Stunden einen Vulkan und bei gutem Wetter gibt es so einiges zu sehen. Bei uns regnete es leider sehr stark, aber die Landschaft sah trotzdem richtig toll aus.

 

 

 

 

 

Mit der Fähre könnt ihr zusammen mit eurem Campervan dann auf die Südinsel fahren. Wir sind von Picton nach Wellington gefahren und haben dort direkt noch die Stadt erkundet. Das hat uns wirklich sehr gefallen. Es ist toll so viel in der Natur für sich allein zu sein, aber auch schön mal wieder in der Zivilisation die Gegend zu erkunden. Die Mitnahme des Campervans war bei der Fährfahrt gar kein Problem.

Auf der Südinsel ist die Landschaft noch spektakulärer. Ganz im Norden befinden sich die Malborough Sounds, die eine Fjordlandschaft bilden. Auch sehenswert sind die sogenannten Pancake Rocks im Paparoa-Nationalpark. Das sind Felsen, die aussehen wie gestapelte Pancakes. Wir besuchten auch den Mount Cook, welcher der höchste Berg Australasiens ist und ebenfalls in einem Nationalpark liegt. Auch verschiedene Gletscher kann man sich hier relativ nah ansehen. Ein absolutes Highlight war für uns der Lake Tekapo. Es ist ein türkisblauer See mit einer Bergkulisse herum. Es sah aus wie in einem Bilderbuch, einfach wunderschön. Es befindet sich eine bekannte Steinkirche an dem See, welche ein Fenster hinter dem Altar hat, wodurch man einen super Blick auf das schimmernde Gewässer hat. Es hat auch echt Spaß gemacht mit dem Van den Arthur’s Pass entlang zu fahren. Erst hatten wir etwas Angst, dass unser alter Campervan das nicht schafft, aber es war überhaupt kein Problem. Hinter jeder Kurve sah es wieder superschön aus. Noch weiter im Süden befindet sich Queenstown. Wenn ihr Adrenalinjunkies seid, solltet ihr hier unbedingt vorbei. Es gibt wirklich viele Angebote. Wir haben zum Beispiel einen Canyon Swing gemacht, was echt cool war. Weiterhin haben wir den südlichsten Punkt der Südinsel und die Landeshauptstadt Christchurch erkundet. Dort konnte man immer noch Rückstände des Erdbebens von 2010/ 11 sehen.

 

 

 

 

 

Natürlich waren das längst nicht alle sehenswerten Spots, aber vielleicht habt ihr ja trotzdem einen kleinen Einblick bekommen. Wir können es nur empfehlen Neuseeland mit dem Van zu erkunden, weil wirklich alle Gegebenheit dafür passend sind und man so natürlich am meisten vom Land sehen kann. Wenn ihr Fragen oder auch eigene Erfahrungen habt, teilt sie gerne mit uns in unserem Forum.